Nach etlichen erfolgreichen Theaterjahren unter der Regie von Kolpingsbruder Bernard Meyer fand 1971 im Saal „Jaspers“ die letzte Theaterveranstaltung statt. Der Saal war baufällig geworden. Es bot sich nunmehr der Saal „Varelmann“ an.

Die ersten Aufführungen in diesem Saal waren 1973 und 1976 unter der Leitung von Kolpingsbruder Franz Weß. Als dann wurde eine längere Pause eingelegt. Im Winterhalbjahr 1985/1986 trat nunmehr die Kolping-Spielschar wieder mit einer Theateraufführung an die Öffentlichkeit. Durch die Initiative von Kolpingsbruder Franz Weß wurde wiederum eine Theatergruppe gebildet.

Seit 1987 wurde auf einer eigenen von Kolpingmitgliedern erstellten Bühne im Pfarrheim gespielt. Anfang der 90er Jahre beschloß die Kirchengemeinde die Erweiterung des Pfarrheimes um einen Bühnenanbau. Seit dieser Zeit ist die Theatergruppe in der glücklichen Lage, ihre Stücke auf einer hervorragenden Bühne vortragen zu können.

1991 übernahmen die Kolpingsbrüder Bernard Meyer und Hans Hülsmann die Leitung der Gruppe für mehrere Jahre und übergaben dann die Führung an Irmgard Oppermann. Bernhard Meyer unterstützte die Gruppe jedoch weiterhin tatkräftig bis zu dessen plötzlichem Tod. Seit 1997 wird die „Spielschar“ in seinem Sinne von dem erfolgreichen Mitspielern Hermann-Josef Tensing, die ersten Jahre zusammen mit seinem Mitspieler Wolfgang Ostendorf, geführt.


 Folgende Theaterstücke wurden aufgeführt:

1960: „Der Knecht vom Eichenhof“ 1961: „Die Hubertusquelle“ 1962: „De swarte Hannibal“
1963: „Gastweert Göbel“ 1964: „Opa ward verköfft“ 1965: „Besöök ut de Stadt“
1966: „De vergnögte Tankstell“ 1967: „Kien Utkamen mit Inkamen“

1968: „Dat Spöökhus“

1969: „Tante Frieda“ 1970: „Olle Leew rust nich“ 1971: „Thea Witt makt nich mit“
1973: „Swienskomödie“ 1976: „Mannslüd sind Dickköpp“ 1985: „De Etappenhas“
1986: „Hinnerk moak mobil“ 1987: „Dat Hörrohr“ 1988: „TV-Total verdreiht“
1989: „Mudder steiht ehren Mann“ 1990: „Mudder kriggt Zwangsurlaub“ 1991: „De Schelm van Mühlenbrook“
1992: „Snieder Nörig“ 1993: „Mannslüd sünd Dickköpp“ 1994: „Keen Tiet för Opa“
1995: „Ene Deern van de Straat“ 1996: „Verdreihte Verwandschaft“ 1997: „De Radikalkur“
1998: „Opa ward verköfft“ 1999: ”Petrus gifft Urlaub” 2000: „Revolution bie Schulte“
2001: „Dat Doktorbook“ 2002: „Wieverregiment“ 2003: „Een Huusslachter in de Kniep”
2005: „De geköffte Swegerdochter“ 2006: „Dat Erfolgsrezept” 2007: „Swieneree up Hinners’ Hoff“
2008: „Een Froo för´n Klabautermann“ 2009: „De Akte Hanibal“ 2010: „Een Gigolo för Wanda“
2011: “Alles bloß Theoter” 2012: “Een Engel up Bewährung” 2013: “Pension Hollywood”
2014: "Hurra, wi kaamt in`t Fernsehen” 2015: “Laat dei Sau ruut!” 2016: "Veilchenduft im Omnibus"
2017: "Miene Chefin kummt ut Indien" 2018: "Dat Geld is in`n Emmer  

 

Sämtliche Leiter verstanden es durch unermüdlichen Einsatz, Mitglieder für das Theaterspielen zu begeistern und zu gewinnen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sämtliche aufgeführten Theaterstücke ein voller Erfolg wurden und von der Bevölkerung gut besucht waren.

Der gesamten Laienspielschar nebst allen Mithelfern, insbesondere Maskenbildner, Bühnenbauer, Techniker usw., wird an dieser Stelle für ihren unermüdlichen Einsatz herzlich gedankt.  

(Verfasser Otto Mählmann)